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Die Zukunft des Sozialstaats


Leitung der Forschungsgruppe: Dr. Tobias Dürr (l.) und Prof. Dr. Wolfgang Schroeder (r.)
Der moderne Sozialstaat wird heute mehr denn je gebraucht, um erfolgreich auf tiefgreifende sozio-ökonomische Strukturveränderungen auf den Arbeitsmärkten, in den Familien und zwischen den Geschlechtern zu reagieren. Vor allem das Altern unserer Gesellschaft bringt komplexe Herausforderungen mit sich, die mit steigenden Kosten bei Rente, Gesundheit und Pflege einhergehen. Übergeordnet spielen Fragen der Chancengleichheit, der sozialen Teilhabe und der – moralischen wie ökonomischen – Kosten gesellschaftlicher Spaltung eine immer wichtigere Rolle. Auch werden die Folgekosten der auf nachsorgende Absicherung abzielenden Politik in den kommenden Jahren weiter stark ansteigen und damit den Handlungsdruck kontinuierlich erhöhen.

Gefragt ist vor diesem Hintergrund ein erneuertes Sozialstaatsmodell, das die veränderten Lebenslagen der Menschen stärker individuell berücksichtigt, breit gestreute gesellschaftliche und ökonomische Teilhabe ermöglicht und dabei sinnvolle und nachhaltige Finanzierbarkeit verspricht. Angesichts eines limitierten finanziellen Spielraums müssen neue Wege gefunden werden, unter aktiver Einbeziehung der vorhandenen sozialstaatlichen Akteure und ohne erheblichen finanziellen Mehraufwand wirksame Handlungsstrategien anzustoßen.

Hier setzte das gemeinsam von der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik sowie dem Progressivem Zentrum im Januar 2013 gestartete Projekt „Die Zukunft des Sozialstaats: Chancen, Barrieren und Perspektiven neuer Formen der Kooperation“ unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Schroeder, bis Anfang 2014 Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Brandenburg, und Dr. Tobias Dürr, Vorsitzender des Progressiven Zentrums, an.

Die Abschlusspublikation zum Forschungsprojekt finden Sie hier.
Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts „Die  Zukunft des Sozialstaats“
Am 6. März 2014 luden die Bonner Akademie und das Progressive Zentrum zur Abschlussveranstaltung „Vorsorgende Sozialpolitik: Die Sozialversicherungen als Bremser oder Hoffnungsträger“ des im Januar 2013 begonnenen Forschungsprojekts „Die Zukunft des Sozialstaats“ in Bonn ein. Projektleiter Prof. Dr. Wolfgang Schroeder (Staatssekretär a.D. und Professor an der Universität Kassel) stellte die Forschungsergebnisse vor, die im Anschluss von Jürgen Goecke (Geschäftsführer Beteiligungsmanagement SGB II, Zentrale der Bundesagentur für Arbeit), Michael Weller (Leiter Politik, GKV-Spitzenverband) und Thomas Keck (Erster Direktor, Deutsche Rentenversicherung Westfalen) kommentiert und mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft diskutiert wurden. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dominic Schwickert, Geschäftsführer des Progressiven Zentrums. 
Expertenworkshop zum Forschungsprojekt „Die Zukunft des Sozialstaats“



 
Zum Auftakt des Forschungsprojekts „Die Zukunft des Sozialstaats: Chancen, Barrieren und Perspektiven neuer Formen der Kooperation“, das die Bonner Akademie und das Berliner Progressive Zentrum gemeinsam gestartet haben, fand am 19. März 2013 ein Expertenworkshop mit namhaften Gästen aus Politik, Wissenschaft und Praxis in Bonn statt. Die Moderation des Abends übernahmen Bodo Hombach, Präsident der Bonner Akademie, und Dr. Tobias Dürr, Vorsitzender des Progressiven Zentrums und Co-Projektleiter der Forschungsgruppe. Prof. Dr. Wolfgang Schroeder, Staatssekretär im Arbeits- und Sozialministerium von Brandenburg sowie Co-Projektleiter der Forschungsgruppe, musste seine Teilnahme aufgrund des heftigen Schneefalls in Berlin leider kurzfristig absagen.