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Wieviel Islam gehört zu Deutschland?

Auszug aus einem Wörterbuch (© FirasMT/flickr.com)

Zeche Zollverein im Ruhrgebiet (© wwwuppertal/flickr.com)

Schirmherr des Forschungsprojekts: Bundespräsident a.D. Christian Wulff

Leitung der Forschungsgruppe: Prof. Dr. Volker Kronenberg (l.) und Dr. Karsten Jung (r.)
„Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“ – mit dieser einfachen Feststellung löste der damalige Bundespräsident Christian Wulff im Oktober 2010 eine kontroverse Debatte zum Stand der Integration in Deutschland aus, die an Aktualität nicht verloren hat.

Gerade die Integration von Mitgliedern der älteren und jüngeren Generation von Muslimen stellt die deutsche Politik und Gesellschaft derzeit vor die größten Herausforderungen. Nirgendwo in Deutschland stellen sich diese Herausforderungen unmittelbarer als im Ruhrgebiet. Hier leben Christen und Muslime seit Jahrzehnten nebeneinander – oft jedoch auch nebeneinander her.

Das Forschungsprojekt Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets wird die Gründe für die fortbestehende kulturelle Distanz im Alltag zwischen der deutschen Mehrheitsgesellschaft und muslimischen Migranten im Ruhrgebiet – unter besonderer Berücksichtigung der Situation jüngerer und älterer Menschen – eingehend untersuchen. Ziel ist es, nicht nur das Verständnis von Integrationshindernissen zu verbessern, sondern auch auf der Grundlage einer fundierten Analyse der Situation im Ruhrgebiet und der praxisnahen Evaluation ausgewählter Integrationsprojekte, konkrete Ansätze für die Belebung des interkulturellen Austauschs im gesellschaftlichen Alltag sowie gezielte Projekte der Alten- und Jugendhilfe zu erarbeiten.

Das Forschungsprojekt steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident a.D. Christian Wulff. Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Volker Kronenberg, Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn sowie Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bonner Akademie, und Dr. Karsten Jung, Geschäftsführer der Bonner Akademie. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird von der Brost-Stiftung gefördert.

Exkursion nach Amsterdam im Rahmen des Forschungsprojekts am 13. März 2017.


 
Die internationale Vergleichsstudie, die im Rahmen des Forschungsprojekts „Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets“ durchgeführt wird, führte das Projektteam am 13. März 2017 nach Amsterdam. In Gesprächen mit Experten aus Praxis und Beratung gewann die Bonner Delegation wichtige Einblicke in die niederländische Integrationsarbeit.
Publikation zum Forschungsprojekt: "Voneinander Lernen - Erfolgsfaktoren in der internationalen Integrationsarbeit"





Die Broschüre informiert unter anderem auch über die projektbezogenen Veranstaltungen der vergangenen Monate



 
Nicht nur in Deutschland stellen die Flucht- und Migrationsbewegungen der letzten Jahre Politik und Gesellschaft vor große Herausforderungen. In Zeiten der Globalisierung ist die Gestaltung von Einwanderung und Integration längst eine internationale Herausforderung, doch die Diskussion und Entwicklung von Lösungsansätzen findet allzu oft noch im nationalen Rahmen statt. Dabei kann ein Blick über den 'Tellerrand' auf die Erfahrungen und Erfolge in anderen Ländern nicht nur die integrationspolitische Debatte, sondern auch die konkrete Projektarbeit vor Ort befruchten.
 
Einen solchen Blick über die Grenzen wagte unser in Kooperation mit der Brost-Stiftung durchgeführtes Forschungsprojekt "Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets" im Rahmen einer internationalen Vergleichsstudie. Auf mehreren Forschungsreisen sind wir folgenden Fragen nachgegangen: Was können wir von den Integrationserfahrungen anderer Einwanderungsgesellschaften lernen? Welche Ansätze sind in Deutschland bisher unberücksichtigt geblieben? Können diese an hiesige Bedingungen angepasst werden? Lassen sich so neue Impulse für die Integrationsarbeit setzen? Erste Antworten haben wir in der Publikation "Voneinander Lernen - Erfolgsfaktoren in der internationalen Integrationsarbeit" veröffentlicht.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Essener Forums
 
Beim ersten Essener Forum des Jahres diskutierten Praxisexperten gemeinsam mit dem Projektteam am 14. Februar 2017 zum Thema „Leadership - Führungspersönlichkeiten aus den Migrantencommunities stärken“. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Forschungsprojekts „Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets“ statt.

Exkursion nach Stockholm im Rahmen des Forschungsprojekts am 21. und 22. November 2016


 
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets“ unternahm das Projektteam am 21. und 22. November 2016 im Kontext der internationalen Vergleichsstudie eine Forschungsreise nach Stockholm. In Gesprächen mit Experten aus der Praxis, Wissenschaft und Verwaltung gewann die Bonner Delegation wertvolle Einblicke in erfolgreiche best-practice-Beispiele in der Integrationsarbeit und den Umgang der muslimischen Community mit der wachsenden Islamophobie in der schwedischen Gesellschaft.
'Bonner Forum' zum Thema „Migrantenorganisationen in der Integrationsarbeit – Zwischen Community, Kommune und Verwaltung“
Am 15. November diskutierten Experten aus Wissenschaft und Praxis beim Bonner Forum zum Thema „Migrantenorganisationen in der Integrationsarbeit – Zwischen Community, Kommune und Verwaltung“ über die Potenziale migrantischer Selbstorganisationen in der Integrationsarbeit. Im Fokus stand dabei die – auch in Politik und Medien immer wieder diskutierte – Frage nach den Bedingungen, unter denen die Migrantenorganisationen ihre wichtige integrationsfördernde Funktion erfüllen können. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Forschungsprojekts „Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets“ statt, das die Bonner Akademie in der Kooperation mit der Brost-Stiftung und unter Schirmherrschaft von Christian Wulff, Bundespräsident a.D., durchführt.

Spannende Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Marina Münkler, Prof. Dr. Werner J. Patzelt und Prof. Dr. Bassam Tibi (v.l.n.r.). Moderation: Aslı Sevindim

 
Über die Frage, „Wie wir leben wollen -Werte, Kultur und Traditionen im Einwanderungsland Deutschland“ referierte der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Bassam Tibi am 18. Oktober in Bonn. Auf dem Podium diskutierte er im Anschluss mit Prof. Dr. Marina Münkler, Professorin für Ältere und frühneuzeitliche Literatur und Kultur an der Technischen Universität Dresden, und Prof. Dr. Werner J. Patzelt, Professor für Politische Systeme und Systemvergleich an der TU Dresden. Aslı Sevindim, WDR, übernahm die Moderation des Abends. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Forschungsprojekts „Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets“ in Kooperation mit der Brost-Stiftung statt.

Die Teilnehmer des Essener Forums in der Diskussion
 
Am 6. Oktober 2016 fand ein gemeinsamer Workshop der Forschungsprojekte „Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets“ der Bonner Akademie und „Soziales Engagement im Ruhrgebiet – Zum Aufbau neuer Strukturen zwischen Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik“ der Ruhr-Universität Bochum statt. Zum Thema „Das Quartier: Integrationsmotor und Quelle sozialen Engagements?“ diskutierten die Mitarbeiter der beiden von der Brost-Stiftung geförderten Projekte gemeinsam mit Wissenschaftlern und Praktikern Handlungsfelder und -Optionen an der Schnittstelle von Quartiersstrukturen und Integrationsarbeit.
Publikation zum Forschungsprojekt: "Vielfalt gestalten. Herausforderungen erfolgreicher Integrationsarbeit"
Nicht erst im Zuge der Flüchtlingskrise wird der Stand der Integration - vor allem muslimischer Migranten - in Deutschland neu diskutiert und zunehmend kritisch hinterfragt. Noch immer schneiden muslimische Jugendliche in Schule und Ausbildung schlechter ab als Altersgenossen ohne Migrationshintergrund. Sie sind häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen und engagieren sich seltener politisch und gesellschaftlich. Muslimische Senioren wiederum nehmen die Angebote des Gesundheits- und Pflegesystems nach wie vor nur eingeschränkt in Anspruch und oft kaum am sozialen und gesellschaftlichen Leben der Mehrheitsgesellschaft teil.

Doch welche Faktoren stehen erfolgreicher Integration unserer muslimischen Mitbürger im Weg? Wie kann man den Bildungserfolg muslimischer Jugendlicher nachhaltig steigern und den Übergang von Schule in Ausbildung und Studium fördern? Wie können sich Pflege- und Gesundheitssystem an die neuen Herausforderungen anpassen, die durch den Eintritt der ersten "Gastarbeitergeneration" ins Rentenalter entstehen? Unter anderem mit diesen Fragen haben wir uns in der zweiten Phase des in Kooperation mit der Brost-Stiftung durchgeführten Forschungsprojekts "Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets" beschäftigt. Die Ergebnisse haben wir nun in einer Publikation veröffentlicht.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Essener Forums
 
„Fundraising, Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit Erfolgsfaktoren der Projektarbeit“ lautete das Thema des Essener Forums, das im Rahmen des Forschungsprojekts „Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets“ am 31. August 2016 stattfand. Praxisexperten diskutierten gemeinsam mit dem Projektteam konkrete Erfahrungen und Herausforderungen in ihrer Projektarbeit.

Spannende Podiumsdiskussion mit Constantin Schreiber, Dr. Frauke Gerlach, Anja Reschke und Prof. Dr. Hans Mathias Kepplinger (v.l.n.r.). Moderation: Dr. Moritz Küpper

 
Am 29. Juni war die Journalistin und Panorama-Moderatorin Anja Reschke in der Bonner Akademie zu Gast und referierte über „Die Rolle der Medien in der Integrationsdebatte – Zwischen Objektivitätsanspruch und gesellschaftspolitischer Verantwortung“. Im Anschluss diskutierte sie auf dem Podium mit Dr. Frauke Gerlach, Direktorin des Grimme-Instituts, Constantin Schreiber, Journalist und Grimme-Preisträger sowie Prof. Dr. Hans Mathias Kepplinger. Dr. Moritz Küpper, Landeskorrespondent des Deutschlandradios, moderierte die Veranstaltung, die im Rahmen des Forschungsprojekts „Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets“ in Kooperation mit der Brost-Stiftung stattfand.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 'Essener Forums'
 
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets“ fand am 7. Juni 2016 das Essener Forum zum Thema „Gesundheit und Pflege muslimischer Senioren. Herausforderungen und Bedarfe in der Praxis“ statt. Verschiedene Praktiker aus den Bereichen Gesundheit, Pflege und Politik diskutierten die neuen Aufgaben und Anforderungen, die sich durch den Eintritt der ersten Einwanderergeneration ins Rentenalter ergeben.
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets“, fand an der Bonner Akademie am 14. April 2016 eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Muslimisch- weiblich- deutsch? Integrationserfahrungen muslimischer Mädchen und Frauen“ statt. Über die Vereinbarkeit von Islam und Gleichberechtigung und die Wahrnehmung in der Mehrheitsgesellschaft diskutierten Alice Schwarzer, Journalistin und Publizistin, Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin und Autorin, Claudius Seidl, FAS- Feuilletonchef und Ali Ertan Toprak, Vorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschlands. Anja Bröker vom Westdeutschen Rundfunk übernahm die Moderation der Diskussionsveranstaltung.
'Bonner Forum' zum Thema „Flüchtlingskrise und Ehrenamt: Chancen und Risiken bürgerschaftlichen Engagements“
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets“ fand am 06. April 2016 das Bonner Forum zum Thema „Flüchtlingskrise und Ehrenamt: Chancen und Risiken bürgerschaftlichen Engagements“ statt. Die hohe Bedeutung des Ehrenamts aufgreifend, diskutierten Vertreter aus Politik, Praxis und Wissenschaft, die positiven und negativen Seiten des freiwilligen Engagements in der Flüchtlingskrise.

Exkursion nach New York im Rahmen des Forschungsprojekts vom 29. März bis 1. April 2016
 
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets“ unternahm das Projektteam vom 29. März bis zum 1. April 2016 eine Forschungsreise nach New York. In Gesprächen mit Praktikern, Wissenschaftlern und Stiftungsvertretern gewann die Bonner Delegation wertvolle Einblicke in erfolgreiche Integrationsprojekte und die spezifischen Herausforderungen für in den USA lebende Muslime durch 9/11 und den aktuellen Präsidentschaftswahlkampf.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 'Essener Forums'
Im Rahmen des Forschungsprojekts "Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets" fand am 23. Februar 2016 das Essener Forum zum Thema "Integration durch Bildung und Ausbildung: Herausforderungen in der Praxis" statt. Erfahrene Praktiker diskutierten die Schlüsselrolle von Bildung und Ausbildung für erfolgreiche Integration mit Vertretern aus den vom Forschungsprojekt begleiteten Integrationsprojekten.
Publikation zum Forschungsprojekt: "Integration durch Religion? Perspektiven des christlich-islamischen Dialogs"
 
Die Begegnung zwischen Christen und Muslimen ist inzwischen zum Alltag in Deutschland geworden. Etwa 4 Millionen Menschen muslimischen Glaubens, knapp 5 % der Gesamtbevölkerung, leben hier. Dennoch ist das Verhältnis zwischen einer christlich geprägten, aber zunehmend säkularen Mehrheitsgesellschaft und den oftmals strenggläubigen muslimischen Migranten nicht frei von Fehl- und Vorurteilen und häufig von Distanz und Missverständnis geprägt.

Wie kann das Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen dauerhaft gelingen? Welche Rolle können die Religionsgemeinschaften und der interreligiöse Dialog bei der Integration von Menschen muslimischen Glaubens in die deutsche Mehrheitsgesellschaft spielen? Unter anderem mit diesen Fragen haben wir uns in der zweiten Projektphase des in Kooperation mit der Brost-Stiftung durchgeführten Forschungsprojekts "Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets" beschäftigt. Die Ergebnisse haben wir unter dem Titel "Integration durch Religion? Perspektiven des christlich-islamischen Dialogs" in einer Publikation veröffentlicht.

Exkursion nach Wien im Rahmen des Forschungsprojekts am 13./14. Januar 2016
 
Im Rahmen des Forschungsprojekts "Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets" reiste das Projektteam um den Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats der Bonner Akademie, Prof. Dr. Volker Kronenberg, am 13./14. Januar 2016 nach Wien. Im Austausch mit Wissenschaftlern und Praktikern aus Österreich wurde deutlich, dass Wien vor ähnlichen Herausforderungen steht wie das Ruhrgebiet. Gleichzeitig hatte das Projektteam Gelegenheit, erfolgreiche Integrationsprojekte und -ansätze kennen zu lernen, die auch für die Arbeit im Ruhrgebiet von besonderem Interesse sind.
Veranstaltung in Essen zum Thema "Integration durch Religion? Perspektiven des christlich-islamischen Dialogs"
Nach wie vor gewinnt das Thema "Integration" in öffentlichen sowie politischen Diskussionen immer weiter an Aktualität und wird in Zukunft eine der wesentlichen gesellschaftlichen Herausforderungen darstellen. Aus diesem Grund veranstaltete die Bonner Akademie zusammen mit der Brost-Stiftung am 1. Dezember 2015 in Essen eine Diskussionsrunde, zu der sie Vertreter verschiedener Religionsrichtungen einlud, um die Rolle der Religion beim Integrationsprozess zu erörtern.
Die Bonner Akademie durfte mit Stefan Aust einen der profiliertesten Terrorismus-Experten im deutschsprachigen Raum begrüßen
 
Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen im Münchener NSU-Prozess durfte die Bonner Akademie am 19. November 2015 mit Stefan Aust, Herausgeber der Tageszeitung "Die Welt" sowie ehemaliger Chefredakteur des "Spiegel", einen der profiliertesten Terrorismus-Experten im deutschsprachigen Raum begrüßen. Über die Ausrichtung und die Effektivität der deutschen Sicherheits- und Ermittlungsbehörden sowie über die Aufarbeitung des NSU-Skandals diskutierten mit ihm unter der Moderation von Dr. Helge Matthiesen, Chefredakteur beim Bonner General-Anzeiger, der Bundestagsabgeordnete Clemens Binninger sowie Winfried Ridder, ehemaliger Mitarbeiter beim Bundesamt für Verfassungsschutz.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 'Essener Forums'
Im Rahmen des Forschungsprojekts "Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebietes" tagte am 12. November 2015 das 'Essener Forum' zum Thema "Brauchen wir einen islamischen Wohlfahrtsverband? Perspektiven einer aktuellen Debatte". Da dieses kontroverse Thema in Deutschland schon seit einigen Jahren intensiv diskutiert wird, lud die Bonner Akademie bekannte Experten ein, um im Rahmen des Forschungsprojekts dieses Thema zu erörtern und neue Impulse zu wecken.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 'Essener Forums'
Im Rahmen des Forschungsprojektes"Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets" fand am 30. Oktober 2015 das 'Essener Forum' zum Thema "Erfolgsfaktoren der praktischen Integrationsarbeit. Erfahrungen aus der Jugend- und Altenhilfe" statt. Der Workshop bildete den Auftakt der zweiten Phase des Forschungsprojektes, in welcher die Begleitung konkreter Integrationsprojekte und -initiativen im Vordergrund stehen wird.
'Bonner Forum' zum Thema "Religion als Integrationsfaktor – Hindernis oder Chance?"
Im Rahmen des Forschungsprojektes "Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets" finden in regelmäßigen Abständen akademische Diskussionsforen statt, die das stark praxisorientierte Projekt mit wissenschaftlicher Expertise untermauern. Der Fokus des zweiten 'Bonner Forum' am 27. Oktober 2015 war auf die Religion als bedeutender Faktor bei der Integration von Muslimen in die deutsche Mehrheitsgesellschaft gerichtet.
Publikation zum Forschungsprojekt "Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets"
 
Das Thema "Islam" wird in Politik, Medien, Gesellschaft und Wissenschaft intensiv diskutiert. Dabei werden Chancen, Probleme und Herausforderungen der Integration in Deutschland – auch und insbesondere in urbanen Zentren wie dem Ruhrgebiet – vielseitig analysiert und bewertet. Die Bonner Akademie beschäftigt sich in ihrem in Kooperation mit der Brost-Stiftung durchgeführten Forschungsprojekt mit der Lebensrealität der im Ruhrgebiet lebenden Muslime und untersucht die Gründe für die teilweise fortbestehende kulturelle Distanz im Alltag zur nicht-muslimischen Bevölkerung. Im Fokus der Forschungen steht die Analyse von Integrationsmaßnahmen für junge und alte Menschen muslimischen Glaubens im Ruhrgebiet.

Die Diskussionsbeiträge und Befunde der ersten Phase der Projektarbeit hat die Bonner Akademie in einer Publikation veröffentlicht. Die vielseitigen Beiträge bieten nicht nur Einblicke in die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und die Komplexität der Integrationsdebatte in Deutschland. Neben Interviews mit Integrationsexperten aus dem Ruhrgebiet sind zudem Beiträge von renommierten Wissenschaftlern zu finden, die das schwierige Verhältnis zwischen Islam und westlicher Moderne thematisieren.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 'Essener Forums'
Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, sich wandelnder Sozialstrukturen und einer kulturell vielfältig geprägten Gesellschaft in Deutschland stehen viele soziale Institutionen, insbesondere Wohlfahrtsverbände, vor neuen Herausforderungen. Das im Rahmen des Forschungsprojekts "Wie viel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets" ausgerichtete 'Essener Forum' widmete sich am 17. Juni 2015 dem Thema der kultursensiblen Alten- und Krankenpflege und der interkulturellen Öffnung von sozialen Institutionen.
Auseinandersetzungen und Debatten rund um den Islam prägen tagtäglich die Schlagzeilen der deutschen und französischen Presse. Am 28. Mai kamen Vertreter aus der Politik, den Medien und der Wissenschaft in der Bonner Akademie zusammen, um über "Jugend und Islam – deutsch-französische Perspektiven" zu diskutieren. 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der gemeinsamen Einladung der Bonner Akademie und des Institut Français.
'Bonner Forum' zum Thema "Der Islam und die säkulare Gesellschaft"
Im Rahmen des ,Bonner Forums‘ „Der Islam und die säkulare Gesellschaft“ kamen am 12. Mai 2015 renommierte Wissenschaftler aus den Bereichen der Theologie, der Soziologie, der Islamwissenschaft und der Kulturwissenschaft in der Bonner Akademie zusammen. Im Mittelpunkt dieser wissenschaftlichen Diskussionsveranstaltung standen das schwierige Verhältnis, aber auch die Gemeinsamkeiten und Anknüpfungspunkte zwischen Islam und westlicher Moderne.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 'Essener Forums'
Im Rahmen des Forschungsprojektes "Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets" fand am 27. April 2015 das 'Essener Forum' zum Thema "Bestandsaufnahme Ruhrgebiet: Zum Stand der Integration von Muslimen im Ruhrgebiet" statt.
Christian Wulff, Bundespräsident a.D.
„Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.“ – Mit diesem Satz löste Bundespräsident a.D. Christian Wulff im Jahr 2010 innerhalb der deutschen Öffentlichkeit eine kontroverse und anhaltende Debatte aus. Über seine damaligen Beweggründe sowie sein heutiges Verhältnis zu dieser Aussage sprach er am 24. Februar 2015 vor über 200 Teilnehmern in der Bonner Akademie.