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Aydan Özoğuz (l., Foto: Susie Knoll), Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, und Dr. Jasper von Altenbockum (r.), verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).






Farhad Dilmaghani (l.), Gründer und Vorsitzender der Initiative „DeutschPlus – Initiative für eine plurale Republik“, und • Jagoda Marinić (r., Foto: Dorothee Piroelle), Schriftstellerin („Made in Germany. Was ist deutsch in Deutschland?“), Theaterautorin und Journalistin.






Andrea Oster, WDR 5.

 
Mit Reichsbürgern, PEGIDA und AfD hat sich in Deutschland eine neue Vielfalt rechtspopulistischer Bewegungen etabliert, die sich nicht erst seit den jüngsten Migrationsbewegungen wachsender Beliebtheit erfreut. Nicht nur in sozial schwachen oder bildungsfernen Schichten, sondern bis in die Mitte der Gesellschaft hinein finden sie wachsende Zustimmung für ihre oftmals fremdenfeindliche Rhetorik. Diese zielt auf eine verbreitete – aber diffuse – Angst vor den Globalisierungsfolgen sowie ein Gefühl von ‚Überfremdung’ und drohendem ‚Identitätsverlust’. In der öffentlichen Debatte wird dafür zumeist die steigende Zahl von Muslimen, die in unserem Land leben, als Erklärung herangezogen. Vielen Menschen im Einwanderungsland Deutschland fällt die Antwort auf die Frage: „Wer ist wir?“ zunehmend schwer – und immer öfter fällt sie uneinheitlich aus. Die Frage, wer ‚dazugehört’ und wer nicht droht zunehmend zu einem spaltenden Element in unserem Land zu werden.

Doch lässt sich überhaupt (noch) von einer ‚deutschen’ Identität sprechen? Welche Elemente unseres kulturellen Erbes werden auch künftig unverhandelbarer Kern unserer Identität bleiben? Was können und müssen Politik und Gesellschaft tun, um die Ängste vor Veränderung und ‚Fremdem’ zu verringern? Lässt sich so auch dem Rechtspopulismus wirksam entgegenwirken? Brauchen wir wirklich eine inklusive Definition nationaler Identität oder gilt es nicht vielmehr, die Frage, wie wir zusammenleben wollen, mit Inhalt zu füllen?

Diese und andere Fragen diskutiert die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Aydan Özoğuz gemeinsam mit Dr. Jasper von Altenbockum, verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), Farhad Dilmaghani, Gründer und Vorsitzender der Initiative „DeutschPlus – Initiative für eine plurale Republik“, und Jagoda Marinić, Schriftstellerin („Made in Germany. Was ist deutsch in Deutschland?“), Theaterautorin und Journalistin, am 5. Oktober 2017 in der Bonner Akademie. Moderation: Andrea Oster, WDR 5.

Die Diskussionsveranstaltung findet im Rahmen des mit der Brost-Stiftung und unter Schirmherrschaft von Bundespräsident a.D. Christian Wulff durchgeführten Forschungsprojekts "Wieviel Islam gehört zu Deutschland? Integrationserfahrungen junger und alter Menschen in einer säkular geprägten Gesellschaft am Beispiel des Ruhrgebiets" statt und wird vom Verein für Forschung und Lehre praktischer Politik e.V. ausgerichtet.


Datum: 5. Oktober 2017, 18:00-19:30 Uhr
Ort: Bonner Universitätsforum,
Heussallee 18-24, 53113 Bonn
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