Dr. Thomas Brey (M.), dpa-Korrespondent in Belgrad für die Länder des ehemaligen Jugoslawien




Teilnehmer des Seminars von Bodo Hombach
 
Dr. Thomas Brey, dpa-Korrespondent in Belgrad für die Länder des ehemaligen Jugoslawien, und seit dreißig Jahren Berichterstatter aus der Region, war zu Gast in der Auftaktveranstaltung im Seminar von Bodo Hombach.

Brey entwarf ein Panorama der verschiedenen Krisenherde in der Balkan-Region von dem nach wie vor ungelösten Kosovo-Konflikt über die sich gegenseitig hemmenden Landesteile in Bosnien-Herzegowina bis hin zu den geschichtspolitischen Scharmützeln zwischen Mazedonien und Griechenland, die er sämtlich als so genannte „frozen conflicts“ einstufte, die wie im Fall der Krim-Krise jederzeit ausbrechen könnten.

Er sensibilisierte dafür, dass es sich beim Balkan um den „Vorgarten Europas“ handele und die politisch Verantwortlichen gut daran täten, dieser Region mehr Beachtung zu schenken. Brey übte scharfe Kritik an den nicht vorhandenen Konzepten der internationalen Gemeinschaft und diagnostizierte auch ein mangelndes Interesse, sich in die komplexen Zusammenhänge der Balkanländer einzuarbeiten. Bodo Hombach ergänzte Breys Befunde durch Einblicke in seine frühere Tätigkeit als EU-Sonderkoordinator für den Stabilitätspakt Südosteuropa.
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