Hans-Ulrich Südbeck (M.), Leiter des Referats Westlicher Balkan im Auswärtigen Amt

 
Am Mittwoch, dem 9. Juli sprach Hans-Ulrich Südbeck, Leiter des Referats Westlicher Balkan im Auswärtigen Amt, in der Seminarveranstaltung von Bodo Hombach. Er gab den Studierenden interessante Einblicke in seine Tätigkeit für den Auswärtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland.

Südbeck begann seinen Vortrag mit einem kurzen Überblick über seine Vita sowie zu Chancen und Grenzen der diplomatischen Karriere im Auswärtigen Amt. Sodann legte er eine luzide Analyse der deutschen und europäischen Politik gegenüber den Staaten des Balkans vor. Das Panorama erstreckte sich dabei von Kroatien über Serbien und das Kosvo bis hin zur Problematik von Bosnien-Herzegowina.

Bodo Hombach ergänzte Südbecks Ausführungen durch seine eigenen Erfahrungen als ehemaliger EU-Sonderkoordinator für den Stabilitätspakt in Südosteuropa und Medienunternehmer in der Region. Die Studierenden stellten in der Diskussion Fragen zu den einzelnen politischen Konflikten auf dem Balkan und zeigten sich ebenso interessiert an der diplomatischen Laufbahn.

Zum Schluss waren sich alle Beteiligten einig, dass die EU die Länder des Balkans nicht vergessen dürfe und gut daran täte, sich um die sozialen und politischen Konflikte in ihrem "Vorgarten" zu kümmern - nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Tatsache, dass es gerade diese Region war, in der vor genau 100 Jahren der Erste Weltkrieg ausbrach.
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