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Prof. Bodo Hombach, Präsident der Bonner Akademie.


Hendrik Wüst, Verkehrsminister des Landes NRW.


Michael Mronz, Gründer der Olympia-Initiative "Rhein Ruhr City 2032".


Dr. Michael Vesper, Minister a.D. und ehemaliger Vorsitzender des DOSB.


Dr. Wolfgang Schade, Verkehrsexperte und Geschäftsführer der M-Five GmbH.

Fotos: Volker Lannert


 
Am 13. September 2018 war Hendrik Wüst, Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, zu Gast in der Bonner Akademie. Zu dem Thema „Vision ,Rhein Ruhr City 2032‘ – wie wird NRWs Verkehrssystem fit für Olympia?“ diskutierte er gemeinsam mit Michael Mronz, Gründer der Olympia-Initiative „Rhein Ruhr City 2032“Dr. Michael Vesper, Minister a.D. und ehemaliger Vorstandsvorsitzender des DOSB, und dem Verkehrsexperten Dr. Wolfgang Schade, Wissenschaftlicher Leiter der M-Five GmbH. Die Moderation des Abends übernahm Stefan Weigel, stellvertretender Chefredakteur der Rheinischen Post.

In seiner Begrüßung verknüpfte Prof. Bodo Hombach, Präsident der Bonner Akademie, die Idee Olympia 2032 mit der Metropole Rhein-Ruhr. Die hohe Dichte nutzbarer Sportstätten stelle zwar auf der einen Seite einen klaren Vorzug der Region dar, auf der anderen Seite existiere jedoch eine Hürde in Form des Verkehrssystems NRWs, die es erst zu bewältigen gelte.

In seiner anschließenden Rede bekräftigte auch Minister Hendrik Wüst, dass die Vision Olympia in Nordrhein-Westfalen Chance und Herausforderung zugleich darstelle. Mit Verweis auf den Bundesverkehrswegeplan 2030 merkte er an, dass zwar die Bewältigung aller Problemstellungen der Verkehrsinfrastruktur ohnehin auf der Agenda stünde, die olympische Vision jedoch zusätzlich als beschleunigender Motor wirken könne. Aus diesem Grund sei er selbst ein großer Befürworter der Idee. Darüber hinaus kritisierte Wüst den starken Gegenwartsbezug aktueller Mobilitäts-Diskussionen: Häufig werde mit den Mechanismen von heute operiert, um die Probleme von vorgestern zu lösen. Er formulierte daher ein Plädoyer für eine vorausschauende, die Chancen der Digitalisierung nutzende, Verkehrspolitik.

In der Diskussionsrunde zeigte sich Michael Mronz erfreut darüber, dass die Idee Olympia in NRW parteiübergreifend unterstützt werde, so werde der Gedanke auch von der rot-grünen Fraktion getragen. Die Bevölkerung stehe dem Großprojekt allerdings meist kritisch gegenüber. Dies habe sich zuletzt in dem Hamburger Olympia-Bürgerschaftsreferendum gezeigt. Mronz betonte jedoch auch die Vorteile der Region Rhein-Ruhr gegenüber der Hansestadt und verwies im Zuge dessen auf die vielen bereits vorhandenen Sportstätten. 

Dr. Michael Vesper wies daran anknüpfend darauf hin, dass eines der konkreten Ziele des Internationalen Olympischen Komitees – der Aspekt Nachhaltigkeit – somit bereits im Vorfeld erfüllt sei. Allerdings sei die Forderung nach Kompaktheit, einem weiteren IOC-Ziel, in der Region Rhein-Ruhr kaum erfüllbar. Man müsse demnach beide Punkte gegeneinander abwägen. Darüber hinaus sei zu unterscheiden zwischen Investitionen für Olympia und jenen, die sich für die Städte und Gemeinden nachhaltig lohnten. Dem zustimmend betonte Hendrik Wüst, dass die Chancen des Projektes – vorgezogene Investitionen und die Nutzung innovativer Verkehrskonzepte –der Bevölkerung entsprechend kommuniziert werden müssten.

Dr. Wolfgang Schade stimmte zwar zu, dass Olympia auf verkehrspolitischer Ebene die Rolle eines Katalysators einnehmen könne, allerdings sei zu beachten, dass die endgültige Entscheidung für einen Austragungsort erst 2025 fällt. Erst dann mit der Implementierung neuer Verkehrskonzepte zu beginnen, sei demnach viel zu spät. Allgemein stellte Schade in der Art und Weise der Mobilitätsnutzung einen gesellschaftlichen Wandel fest: So fänden etwa Sharing-Modelle insbesondere bei der jüngeren Generation Anklang, während Elektromobilität durch den Druck des Klimazieles noch weiter vorangetrieben werden müsse. 
Insgesamt, so waren sich die Diskutanten einig, stelle die Vision Olympia zwar einen potentiellen Beschleuniger für Planungen und Investitionen dar, die infrastrukturellen Herausforderungen in Nordrhein-Westfalen seien jedoch auch unabhängig davon in Angriff zu nehmen. In Bezug auf das Stauproblem des bevölkerungsreichsten Bundeslandes hielt Wüst abschließend fest: „Wir müssen so gut werden, dass Olympia kein Problem für die Infrastruktur darstellen würde, aber die Infrastruktur auch kein Problem für Olympia.“

Die Rede von Prof. Hombach zum Nachlesen.


 

 







 
 
 
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