Prof. Dr. Laurenz Mühlheims, Vorsitzender des Forums Sozialversicherungswissenschaft e.V., begrüßte die Gäste



Prof. Dr. Volker Kronenberg, Vorsitzdender des Wissenschaftlichen Beirats der Bonner Akademie, während seiner Einführung.



Marlis Bredehorst, Staatssekretärin a.D. im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW



Dr. Jochen Pimpertz, Kompetenzfeldleiter „Öffentliche Finanzen, Soziale Sicherung, Verteilung“ Institut der deutschen Wirtschaft Köln



Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes e.V.



Prof. Dr. Hans-Joachim Pieper, Rektor der Alanus-Hochschule.



Prof. Dr. Michael Heister, Abteilungsleiter im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), führte durch den Abend.



Bilder BAPP / Günther Ortmann















 

Zum Thema "Soziale Sicherheit auf dem Prüfstand. Zwischen Solidarität und Abstiegsängsten" diskutierten am 14. November 2019 auf dem Podium der Bonner Akademie Marlis Bredehorst, Staatssekretärin a.D. im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes e.V., Prof. Dr. Hans-Joachim Pieper, Rektor der Alanus Hochschule, und Dr. Jochen Pimpertz, Kompetenzfeldleiter „Öffentliche Finanzen, Soziale Sicherung, Verteilung“ Institut der deutschen Wirtschaft Köln als Gäste des Forums Sozialversicherungswissenschaft e.V. Zwischen Solidarität und Abstiegsängsten". Prof. Dr. Michael Heister, Abteilungsleiter im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), leitet die Diskussion.

„Soziale Sicherheit auf dem Prüfstand – Zwischen Solidarität und Abstiegsängsten“ lautete der Titel der gestrigen Diskussionsveranstaltung, die in Kooperation zwischen dem Forum Sozialversicherungswissenschaft e.V., der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, der Bonner Akademie für Forschung und Lehre Praktischer Politik und der Bonner Universität stattfand. Vor rund 80 interessierten und fachkundigen Bonner Bürgern sowie Studierenden der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Uni Bonn, diskutierte eine interdisziplinäre Expertenrunde die gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen der Sozialversicherungssysteme in Zeiten von scheinbar schwindender Solidarität und zunehmenden Abstiegsängsten.

In seiner Begrüßung betonte der Vorsitzende des Forums Sozialversicherungswissenschaft e.V., Prof. Laurenz Mülheims, dass Solidarität als elementarer Grundwert der Gesellschaft nicht selbstverständlich sei: „Wir müssen aufpassen, dass Solidarität nicht wegbricht, sonst zerbricht auch unser System.“ Das Forum Sozialversicherungswissenschaft sei dahingehend ein Zusammenschluss, um aus wissenschaftlicher Sicht das vielschichtige System Sozialer Sicherung ganzheitlich zu denken.

Prof. Volker Kronenberg, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Bonner Akademie, bekräftigte zum einen die Verlässlichkeit des deutschen Sozialstaatsmodells, sah zum anderen aber auch Zukunftsherausforderungen, in denen „Freiheit, Solidarität und Sicherheit im Lichte der Gerechtigkeit neu ausbalanciert werden müssen“. Denn Demokratiezufriedenheit und Soziale Sicherheit seien eng miteinander verknüpft.  

In der Diskussionsrunde, die Prof. Michael Heister vom Fachbereich Sozialpolitik und Soziale Sicherung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg leitete, beleuchteten auf erfrischende Weise, aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, die ehemalige Staatssekretärin im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, Marlis Bredehorst, Franz Knieps vom BKK Dachverband, Prof. Hans-Joachim Pieper, Rektor der Alanus-Hochschule und Dr. Jochen Pimpertz vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln, das Thema. 

Während Frau Bredehorst für eine Bürgerversicherung warb, um alle Gruppen in die solidarische Verantwortung für die Gesellschaft zu nehmen, plädierte der Ökonom Pimpertz für einen differenzierteren Blick, auch in Hinsicht auf die demografischen Entwicklungen und die Frage der Generationengerechtigkeit. Prof. Pieper wiederum legte aus philosophischer Sicht eine Sozialethik dar, die „unparteiisch“ sei und alle miteinschließe: „Nur ein sozialer Staat ist ein gerechter Staat“. Angesichts von Entsolidarisierung und zunehmenden Marktinteressen im Gesundheitswesen plädierte Franz Knieps für eine neue Enquete-Kommission um die Sozialen Sicherungssysteme grundlegend zu reformieren. Einig waren sich die Diskutanten darin, dass mit Blick auf gesellschaftliche Wandlungsprozesse Handlungsbedarf bestehe, die Soziale Sicherheit in der Bundesrepublik neu zu denken.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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