Die Aufklärung und Ahndung von Kriegsverbrechen stellen die internationale Gemeinschaft vor enorme Herausforderungen. Moderne Technologien wie Satellitendaten und forensische Methoden ermöglichen es heute, Menschenrechtsverletzungen auch in schwer zugänglichen Konfliktgebieten zu dokumentieren, Vermisste und Opfer zu identifizieren, Tatabläufe zu rekonstruieren und Beweise frühzeitig zu sichern. Neben der Frage nach Verantwortung ist für die Angehörigen der Vermissten vor allem eines entscheidend: endlich Gewissheit darüber zu erlangen, was mit ihren Nächsten geschehen ist.
Wie wirken diese unterschiedlichen Formen der Evidenzgewinnung dabei zusammen? Wo liegen die Grenzen technischer Beweisführung? Und welche ethische und politische Verantwortung ergibt sich aus gesichertem Wissen über schwerste Völkerrechtsverbrechen?
Um diese und weitere Fragen zu diskutieren, begrüßen wir auf unserem Podium Botschafter a. D. Dirk Brengelmann, Vice Chair of the Board of Comissioners / International Commission on Missing Persons (ICMP), Dr. Ingo Bastisch, Director of Science and Technology (ICMP), ehem. Leiter des DNA-Labors beim BKA, und Sara Hadley, PhD Fellow am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) an der Universität Hamburg. Die Diskussion wird moderiert von Marlon Amoyal, Deutsche Welle.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) statt. Sie ist der Teil der sicherheitspolitischen Reihe „Ordnung & Sicherheit an Land, im All und im Netz“ der Bonner Akademie.
Für Sie besteht die Möglichkeit die Veranstaltung vor Ort zu verfolgen und Ihre Fragen an die Diskutanten zu richten. Hier können Sie sich anmelden.


