„Austerität als gesellschaftliches Projekt“

Die Forschungsgruppe beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern Austerität nicht nur ein wirtschaftspolitisches, sondern auch ein kulturelles, soziales und gesellschaftliches Phänomen geworden ist.

„Austerität“ – kaum ein Begriff löste in den vergangenen Jahren derart heftige und unterschiedliche Reaktionen aus wie dieser. Während die eine Seite insbesondere die Notwendigkeit betonte, nicht über die eigenen Verhältnisse zu leben, beklagte die andere die soziale Sprengkraft überzogener Sparpolitik. Der Begriff – und die damit verbundenen Politiken – sind längst zu einem Spaltpilz der europäischen Währungs- und Fiskalpolitik geworden. Dabei ist es nicht zuletzt die unterschiedlich verstandene – und erlebte – Austerität, die eine Lösung des Konflikts so schwierig macht.

Vor diesem Hintergrund beschäftigten sich Prof. Dr. Roland Sturm von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und seine Mitarbeiter im Rahmen eines Forschungsprojekts mit der Frage, inwiefern Austerität nicht nur ein wirtschaftspolitisches, sondern auch ein kulturelles, soziales und gesellschaftliches Phänomen geworden ist. Unterstützt wurden sie dabei insbesondere von Prof. Dr. Klaus Gretschmann, ehemaliger Generaldirektor für Wettbewerb, Binnenmarkt, Innovation und Forschung im Europäischen Ministerrat, der dem Team als Praxisexperte zur Seite stand.

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