Die erste Publikation des Projekts „Transfer der Transformation“, das die Bonner Akademie im Auftrag der Brost-Akademie durchführt, gibt spannende Einblicke in ausgewählte Felder gesellschaftlicher Transformation. Im Fokus stehen Chancen und Herausforderungen von Transformationsprozessen sowie die Rolle verschiedener Akteure und Ansätze für den Transfer in die Praxis, mit einem besonderen Blick auf das Ruhrgebiet.
Die Beiträge geben Einblicke in das Projekt und vereinen Perspektiven aus dem öffentlichen Sektor, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft:
Der Vorstandssprecher des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) Oliver Wittke, beschreibt die zentrale Rolle des ÖPNV für eine nachhaltige Transformation und erinnert daran, dass Mobilität weit mehr bedeutet als reine Fortbewegung.
Dr. Carolin Märker, Teamleiterin Kommunaler Klimaschutz bei der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate erläutert, wie das Land NRW Kommunen und Unternehmen bei der Umsetzung der Klimaschutzziele unterstützt. Im anschließenden Interview mit der Klimanetzwerkerin Birthe Schnitger und dem Klimanetzwerker Thore Müller zuständig für die Region Metropole Ruhr wird veranschaulicht, wie diese Unterstützung konkret aussehen kann und welche Fortschritte bereits gemacht wurden.
Andreas Lüning, Vorstand der G DATA CyberDefense AG, stellt IT-Sicherheit als Fundament gelingender digitaler Transformationsprozesse auf und führt in seinem Beitrag aus, wie das Erreichen digitaler Souveränität zugleich Herausforderung für Deutschland und Europa aber auch eine Chance für den Standort Bochum und das Ruhrgebiet ist.
Als gebürtiger Oberhausener und Leiter des Tourismus-Bereichs bei der Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung (OWT), zeichnet Rainer Suhr, die Erfolgsgeschichte der Stadt Oberhausen nach, die sich vom Stahlstandort zu einer gefragten Freizeit- und Tourismusdestination entwickelte.
Stefan Rostock und Thea Stellpflug von Germanwatch e. V. stellen in ihrem Beitrag ganzheitliche Ansätze aus der transformativen Bildungsarbeit vor, die Menschen befähigen sollen, die Transformation zu einer nachhaltigen Entwicklung aktiv mitzugestalten und Strukturen nachhaltig zu verändern.
Neben Institutionen, die in unsicheren Zeiten des Wandels aktiv vorangehen und Menschen Orientierung geben, ist das Engagement des Einzelnen für die Gesellschaft unerlässlich. Eine Umfrage der Bonner Akademie zeigt jedoch, dass gerade in systemrelevanten Bereichen nur wenige Menschen engagiert sind und damit die Stabilität von Staat und Demokratie gefährdet ist.
Im letzten Teil der Publikation finden sich Veranstaltungsimpressionen aus dem Projekt. Über eine Bandbreite von Themen des gesellschaftlichen Wandels hinweg wurde u. a. diskutiert, wie es gelingen kann, Spaltung zu überwinden, pragmatische Politik zu machen, Verantwortung zu übernehmen, Resilienz aufzubauen und durch Vernetzung und dialogorientierten Transfer gemeinsam handlungsfähige Lösungen zu entwickeln.
Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

